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Wildtiermonitoring


Inhalt

Das Projekt Niederwildzensus, die Feldhasenzählung, wird von der Wildforschungsstelle Baden-Württemberg seit dem Jahr 1997 durchgeführt. Zweimal jährlich werden die Bestandsdichten der Feldhasen in sogenannten Zählrevieren in ganz Baden-Württemberg erfasst. Diese Daten liefern wichtige Aussagen zu der Bestandssituation des Feldhasen in den unterschiedlichen Naturräumen Baden-Württembergs. Über den Zeitraum hinweg können Aussagen zu Bestandstrends, Entwicklung der Zuwachsraten und Einflüsse der Umwelt auf die Feldhasen getroffen werden.

Ziele

Das langfristig ausgelegte Monitoring zur Erfassung der Feldhasen in Baden-Württemberg liefert wichtige Daten

zur Bestandsdynamik,
zur Bestandsdichte in verschiedenen Naturräumen,
zum Einfluss verschiedener Umweltfaktoren,
zur Beurteilung der Bestandssituation und zur Auswahl geeigneter Managementmaßnahmen zum Erhalt der Wildtierart,
zur Beurteilung der nachhaltigen Bejagbarkeit und
zur Grundlagenschaffung für eine sachorientierte Entscheidungsfindung in der Jagd- und Naturschutzpolitik.

Bundesweite Feldhasenzählungen

Die Ergebnisse der Feldhasenzählungen fließen auch in das bundesweite Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) ein. Somit können Aussagen zur Bestandssituation des Feldhasen auf Bundesebene als auch auf naturräumlicher Ebene getroffen werden.

Link:

Wildtier - Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD)

http://www.jagdverband.de/content/wild-monitoring

Methoden

Die Feldhasendichten werden zu je zwei Zählterminen im Frühjahr und Herbst durch die Scheinwerfertaxation bestimmt. Aufgrund der landesweit gleichzeitig durchzuführenden Erhebungen ist die Wildforschungsstelle auf die Hilfe externer Mitarbeiter angewiesen. Das Projekt wird daher in enger Zusammenarbeit mit der Jägerschaft und den Wildtierschützern durchgeführt.

Die Wildforschungsstelle richtet ausgewählte Jagdreviere zunächst ein. Das beinhaltet u.a. die Festlegung geeigneter Zählstrecken für die Scheinwerfertaxation, die Bestimmung der einsehbaren Flächen und die Erstellung des Kartenmaterials. Die Jagdrevierinhaber oder von ihnen Beauftragte werden theoretisch und praktisch in die Erfassungsmethodik eingewiesen; sie führen im Folgenden die Feldhasenzählungen selbstständig fort und melden die Ergebnisse an die Wildforschungsstelle weiter. Die Daten werden in eine Datenbank eingegeben und von der Wildforschungsstelle regelmäßig analysiert und veröffentlicht. Die Daten gehen sowohl in die Jagdberichte des Landes, die Mitteilungen der WFS sowie künftig in den Wildtierbericht für Baden-Württemberg ein.

Projektdauer

Seit 1997 fortlaufend, langfristiges Monitoringprogramm

Derzeitiger Stand

Aktuell beteiligen sich über 185 Jagdreviere an den Zählungen. Reviere mit kleinen Taxationsflächen werden zu Referenzgebieten („Zählergruppen“) zusammengefasst.

Projektleitung

Dr. Janosch Arnold

Ansprechpartner:

Guido Dalüge
Telefon: 07525 / 942 - 344
E-Mail: guido.daluege@lazbw.bwl.de

und

Johanna Arnold
Telefon: 07525 / 942 - 349
E-Mail: johanna.arnold@lazbw.bwl.de

Begleitinformationen zur Feldhasenzählung in Baden-Württemberg (PDF)

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